Glossar der Qualitätsmanagement-Begriffe

Das vollständige Glossar aus dem Buch „Der Qualitätsingenieur" - alle Methoden und Begriffe kurz definiert, alphabetisch. Die ausführliche Erklärung mit Beispielen steht im jeweiligen Kapitel des Buches.

0-9

5-Why
5-Why (5-mal-Warum) ist eine Fragetechnik, die durch wiederholtes „Warum?" von einem Symptom zur Grundursache (Root Cause) führt.
5S
5S ist eine Methode zur systematischen Ordnung, Sauberkeit und Standardisierung des Arbeitsplatzes in fünf Schritten (Sortieren, Systematisieren, Sauberkeit, Standardisieren, Selbstdisziplin).
8D
8D (Eight Disciplines - Acht Disziplinen) ist eine strukturierte Acht-Schritte-Methode zur systematischen Bearbeitung von Reklamationen und wiederkehrenden Qualitätsproblemen.

A

Abweichgenehmigung
Vorab erteilte, zeitlich und mengenmäßig befristete Erlaubnis, ein Produkt trotz Nichteinhaltung einer Spezifikation zu fertigen oder zu liefern.
Änderungsbemusterung
Erneuter Konformitätsnachweis für Produkt oder Prozess nach einer relevanten Änderung an Konstruktion, Werkstoff, Fertigungsprozess, Werkzeug, Prüfmittel oder Standort.
Änderungsmanagement
Geregelter Prozess zur Beantragung, Bewertung, Freigabe und Umsetzung von Änderungen an Produkten, Prozessen oder Dokumenten.
Andon
Visuelles Signal- und Eskalationssystem, mit dem Beschäftigte Störungen oder Abweichungen sofort melden und Unterstützung anfordern.
APQP
APQP (Advanced Product Quality Planning - Erweiterte Qualitätsvorausplanung) ist ein phasenbasierter Ansatz, der Produkte und Prozesse von der Idee bis zur Serienreife strukturiert plant und absichert.
Attributive Messsystemanalyse
Die attributive Messsystemanalyse (attributive MSA) prüft, ob Gut/Schlecht-Entscheidungen von Prüfern zuverlässig, wiederholbar und mit einem Referenzurteil übereinstimmend getroffen werden.
Audit
Ein Audit ist eine systematische, unabhängige und dokumentierte Untersuchung, ob festgelegte Anforderungen erfüllt werden und die getroffenen Regelungen geeignet sind, die Ziele zu erreichen.
Auditabweichung und Maßnahmenverfolgung
Eine Auditabweichung ist eine im Audit festgestellte, objektiv nachweisbare Nichterfüllung einer Anforderung (Norm, Kunde, eigenes Verfahren); die Maßnahmenverfolgung stellt sicher, dass sie analysiert, korrigiert und wirksamkeitsgeprüft abgeschlossen wird.
Auditkennzahlen
Auditkennzahlen sind quantitative Größen, mit denen Umfang, Ergebnis und Wirksamkeit von Audits systematisch ausgewertet werden.
Auflösung und Messbereich
Auflösung ist die kleinste anzeigbare Änderung eines Messwerts; Messbereich ist die Spanne zwischen kleinstem und größtem korrekt erfassbarem Wert eines Messmittels.
Ausschuss
Fehlerhafte Teile, Baugruppen oder Chargen, die nicht wirtschaftlich nacharbeitsfähig sind und endgültig aus dem Produktionsfluss entfernt werden.
Ausschussquote
Anteil der nicht wiederverwendbaren, fehlerhaften Einheiten an der gesamten produzierten oder geprüften Menge.
Automatisierte Prüfungen
Automatisierte Prüfungen erfassen und bewerten Merkmale von Produkten oder Prozessen mittels Maschinen, Sensorik oder Software statt durch manuelle Kontrolle.

B

Besondere Merkmale
Produkt- oder Prozessmerkmale, deren Abweichung ein überdurchschnittlich hohes Risiko für Sicherheit, Vorschriftenkonformität, Funktion oder Kundenzufriedenheit birgt.
Besondere Merkmale in der FMEA
Besondere Merkmale sind Produkt- oder Prozessmerkmale, deren Abweichung ein erhöhtes Risiko für Sicherheit, gesetzliche Konformität, Funktion oder Kundenzufriedenheit birgt.
Boxplot
Der Boxplot (Kastengrafik) stellt die Verteilung einer Messreihe kompakt über Median, Quartile und Ausreißer dar.

C

CAPA
CAPA (Corrective and Preventive Action, Korrektur- und Vorbeugemaßnahme) ist ein systematischer Prozess zur dauerhaften Beseitigung von Fehlerursachen.
CAQ-Systeme
CAQ-Systeme (Computer Aided Quality - rechnergestützte Qualitätssicherung) sind Softwarelösungen, die qualitätsrelevante Prozesse zentral digital abbilden.
Cm
Cm (Maschinenfähigkeitsindex) setzt die Streuung einer einzelnen Maschine im Kurzzeittest ins Verhältnis zur Toleranz.
Cmk
Der Cmk-Wert ist der Kurzzeit-Maschinenfähigkeitsindex; er misst Streuung und Mittelwertlage eines Merkmals unter kontrollierten Idealbedingungen.
Compliance im Qualitätsmanagement
Compliance ist die verbindliche, dauerhafte Einhaltung aller geltenden Gesetze, Normen, Behördenauflagen, Kundenanforderungen und internen Regelungen im Kontext von Produkt- und Prozessqualität.
Computer Vision
Rechnergestütztes Sehen - Kameras und Software erkennen Fehler, Abweichungen oder fehlende Merkmale an Bauteilen automatisch.
Control Plan
Der Control Plan (Lenkungsplan) ist das zentrale Steuerungsdokument der Serienproduktion; er legt je Prozessschritt fest, welches Merkmal wie, womit und wie oft geprüft wird und wie bei Abweichung reagiert wird.
Cp
Cp (Process Capability Index) setzt die Toleranzbreite ins Verhältnis zur natürlichen Streuung eines Prozesses.
Cpk
Der Cpk-Wert (Prozessfähigkeitsindex) beschreibt, wie fähig ein Prozess ist, ein Merkmal unter Berücksichtigung der Lage des Mittelwerts innerhalb der Toleranz zu fertigen.

D

D1 bis D8
D1 bis D8, kurz 8D (Eight Disciplines), ist eine achtstufige Methode zur systematischen Problemlösung bei Qualitätsabweichungen.
Datenanalyse im Qualitätsmanagement
Systematisches Erheben, Aufbereiten und Auswerten qualitätsrelevanter Daten aus Entwicklung, Produktion, Prüfung, Feld und Lieferkette zur faktenbasierten Entscheidungsfindung.
Datenqualität
Datenqualität beschreibt, wie korrekt, vollständig, aktuell und konsistent Daten sind - und damit, wie geeignet sie für den Zweck sind, für den sie erhoben und genutzt werden.
Der Weg durch die Produktentstehung
Die Produktentstehung ist die Kette der Schritte, mit denen aus einer Kundenanforderung ein serienreifes, abgesichertes Produkt wird.
Design-FMEA
Systematische Risikoanalyse zur Konstruktion, die mögliche Fehlfunktionen eines Produkts, deren Folgen und Ursachen strukturiert bewertet.
Digitale Audits
Audits, die mit digitalen Werkzeugen (Tablet, Software, Video) geplant, durchgeführt, ausgewertet und nachverfolgt werden.
Digitale Prüfplanung
Softwaregestützte Erstellung und Pflege von Prüfplänen mit durchgängiger Verknüpfung zu Zeichnung, Control Plan und Messdaten.
Digitaler Zwilling
Virtuelles Abbild eines Produkts, Prozesses oder Systems, das über den gesamten Lebenszyklus laufend mit Realdaten synchronisiert wird.
Digitalisierung im Qualitätsmanagement
Systematischer Einsatz digitaler Technologien - vernetzte Prüfmittel, Datenbanken, Cloud, Künstliche Intelligenz (KI) - zur Planung, Lenkung, Sicherung und Verbesserung von Qualität.
DMAIC
DMAIC (Define, Measure, Analyze, Improve, Control - Definieren, Messen, Analysieren, Verbessern, Steuern) ist der fünfphasige Problemlösezyklus des Six-Sigma-Ansatzes zur datengestützten Verbesserung bestehender Prozesse.
Dokumentenlenkung
Geregelter Umgang mit dokumentierter Information - Erstellen, Prüfen, Freigeben, Verteilen, Ändern und Archivieren von Dokumenten und Aufzeichnungen.
Dokumentierte Information
ISO-9001-Oberbegriff für alle gelenkten Dokumente und Aufzeichnungen eines Qualitätsmanagementsystems (QMS).

E

Eingriffsgrenzen
Eingriffsgrenzen (Control Limits) sind statistisch aus der Prozessstreuung berechnete Grenzwerte in einer Qualitätsregelkarte, meist bei x̄ ± 3σ.
Erstbemusterung
Formaler Nachweis, dass ein Lieferant ein Bauteil unter echten Serienbedingungen fertigen kann und alle Kundenanforderungen erfüllt.
Eskalationsmanagement
Geregelter Prozess, bei definierten Kriterien gezielt ein Qualitätsproblem auf eine höhere Verantwortungs- und Entscheidungsebene zu heben.
Eskalationsstufen
Gestuftes Verfahren, das die Reaktion auf Lieferantenqualitätsprobleme in mehreren Schweregraden festlegt - von Hinweis bis Liefersperre.

F

Fähigkeitsnachweise
Statistischer Nachweis, dass Maschine, Prozess oder Prüfsystem ein Merkmal dauerhaft innerhalb der Toleranz erzeugt.
Fehlerabstellprozess
Systematischer Ablauf von Sofortmaßnahme über Ursachenanalyse bis zur nachgewiesenen, dauerhaften Abstellung eines Fehlers.
Fehlerbaumanalyse
Deduktive, grafische Methode, die von einem unerwünschten Top-Event rückwärts über logische Verknüpfungen zu den Grundursachen zurückführt.
Fehlerkosten
Fehlerkosten sind alle Kosten, die entstehen, weil ein Produkt oder eine Leistung nicht beim ersten Mal die Anforderungen erfüllt - unterteilt in interne (vor Auslieferung) und externe (nach Auslieferung) Fehlerkosten.
First Pass Yield
First Pass Yield (FPY, Erstausbeute) misst den Anteil produzierter Einheiten, die einen Prozessschritt fehlerfrei im ersten Durchlauf durchlaufen - ohne Nacharbeit, Sortierung oder Ausschuss.
FMEA
Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) ist eine strukturierte Methode zur vorbeugenden Risikoanalyse an Produkt (Konstruktions-FMEA) oder Prozess (Prozess-FMEA).

G

Gage R&R
Gage R&R (Wiederhol- und Vergleichspräzision eines Messsystems) misst, welcher Anteil der Messwertstreuung vom Messsystem selbst stammt statt von echten Teileunterschieden.
Grundlagen der Statistik
Statistik ist die Methodenlehre zur Erhebung, Beschreibung und Interpretation von Daten, um aus einer Stichprobe verlässliche Aussagen über einen Prozess abzuleiten.

H

Histogramm
Grafische Darstellung der Häufigkeitsverteilung eines mengenmäßigen Merkmals - Messwerte werden in Klassen eingeteilt und als Balken dargestellt.
Hypothesentest
Statistisches Verfahren, das anhand von Stichprobendaten prüft, ob eine Annahme (Hypothese) über einen Prozess oder ein Merkmal haltbar ist.

I

IATF 16949
Weltweiter Qualitätsmanagementsystem-Standard für die Automobilindustrie, aufbauend auf der ISO 9001.
Ishikawa-Diagramm
Grafische Methode (Fischgrätendiagramm) zur strukturierten Sammlung möglicher Ursachen eines Problems nach Kategorien.
ISO 9001
Weltweit meistgenutzte, zertifizierbare Norm für Qualitätsmanagementsysteme (QMS), branchenneutral formuliert.

J

Jidoka
Jidoka (japanisch, sinngemäß „Automation mit menschlichem Verstand", englisch Autonomation) lässt Maschinen oder Werker eine Abweichung selbst erkennen und den Prozess sofort stoppen.

K

Kaizen
Kaizen (japanisch für „Veränderung zum Besseren") ist die Philosophie der kontinuierlichen, schrittweisen Verbesserung von Prozessen unter Einbeziehung aller Mitarbeiter.
Kalibrierung
Kalibrierung ermittelt und dokumentiert unter festgelegten Bedingungen die Abweichung eines Messgeräts gegenüber einem rückführbaren Referenznormal.
Kommunikation im Qualitätsmanagement
Strukturierter, zielgerichteter Austausch qualitätsrelevanter Informationen zwischen allen Beteiligten - intern sowie mit Kunden und Lieferanten.
Kompetenzmatrix
Tabellarische Übersicht, die Anforderungen (Tätigkeiten, Prüfungen, Maschinen) den tatsächlichen Qualifikationen der Mitarbeitenden gegenüberstellt.
Konfidenzintervall
Ein Konfidenzintervall (Vertrauensbereich) ist ein aus einer Stichprobe berechneter Wertebereich, der den wahren Kennwert der Grundgesamtheit mit festgelegter Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau, meist 95 %) einschließt.
Korrektur
Sofortmaßnahme, die einen bereits aufgetretenen Fehler oder ein fehlerhaftes Produkt beseitigt - ohne dessen Ursache zu klären.
Korrekturmaßnahme
Maßnahme, die die Ursache einer festgestellten Nichtkonformität dauerhaft beseitigt.
Korrelation
Statistisches Maß für Stärke und Richtung des Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen.
Kosten schlechter Qualität
Kosten schlechter Qualität (Cost of Poor Quality, COPQ), auch Fehlerkosten, sind alle Kosten, die entstehen, weil Leistungen nicht beim ersten Mal richtig erbracht werden.
KPI
Ein Key Performance Indicator (KPI) ist eine Kennzahl mit festgelegtem Ziel, Zielwert und klarer Verantwortlichkeit, mit der ein Prozess gesteuert wird.
Kundenanforderungen
Gesamtheit der expliziten (schriftlich fixierten) und impliziten (vorausgesetzten) Erwartungen des Kunden an Produkt, Prozess und Leistung.
Kundenorientierung
Konsequente Ausrichtung aller Tätigkeiten an den Anforderungen und Erwartungen externer und interner Kunden.
Kundenreklamation
Formelle Rückmeldung eines Kunden, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung die vereinbarten Anforderungen nicht erfüllt.
Künstliche Intelligenz im Qualitätsmanagement
Einsatz lernfähiger Algorithmen (maschinelles Lernen), um qualitätsrelevante Daten zu erkennen, zu bewerten und Entscheidungen vorzubereiten.
Kurzzeitfähigkeit
Die Kurzzeitfähigkeit prüft mit den Kennwerten Cm und Cmk, ob eine Maschine unter konstanten, störungsarmen Bedingungen über einen kurzen Zeitraum ein Merkmal innerhalb der Toleranz erzeugen kann.
KVP
Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP), im Japanischen als Kaizen bekannt, verbessert Prozesse, Produkte und Arbeitsumgebung dauerhaft in kleinen Schritten durch Mitarbeitende aller Ebenen.

L

Langzeitfähigkeit
Nachweis, dass ein Prozess über einen längeren Serienzeitraum unter realen Bedingungen (Schichten, Bediener, Chargen, Maschinenzustände) innerhalb der Toleranz bleibt, gemessen über die Kennwerte Pp und Ppk (Process Performance).
Lastenheft und Pflichtenheft
Lastenheft = Anforderungen des Auftraggebers ("was"); Pflichtenheft = Umsetzungskonzept des Auftragnehmers ("wie").
Layered Process Audit
Kurze, hochfrequente Prüfung ausgewählter, fehlerkritischer Prozessschritte direkt am Ort der Wertschöpfung, durchgeführt von mehreren Führungsebenen nach festem Zeitplan.
Lean Management
Ganzheitlicher Ansatz aus dem Toyota-Produktionssystem, der jede Form von Verschwendung (Muda) konsequent vermeidet und Prozesse auf den Kundenwert ausrichtet.
Lessons Learned
Systematisches Erfassen, Bewerten und Weitergeben von Erfahrungen aus Projekten und Problemlösungen.
Lieferanten-8D
Achtstufiges Verfahren (Eight Disciplines), mit dem ein Lieferant eine Kundenreklamation strukturiert eindämmt, die Ursache klärt und dauerhaft abstellt.
Lieferantenaudit
Systematische, unabhängige Vor-Ort- oder Remote-Prüfung, ob ein Lieferant Managementsystem, Prozesse und Produkt so beherrscht, dass er dauerhaft in geforderter Qualität liefern kann.
Lieferantenauswahl
Strukturierter Prozess zur Bestimmung des Lieferanten, der Qualität, Menge, Termin und Kosten nachweisbar zuverlässig erfüllt.
Lieferantenbewertung
Systematisches, wiederkehrendes Verfahren zur Beurteilung der Lieferantenleistung anhand festgelegter Kriterien (z. B. Qualität, Liefertreue, Preis).
Lieferantenentwicklung
Planmäßige, gemeinsam mit dem Lieferanten durchgeführte Verbesserung seiner Qualitäts-, Prozess- und Lieferfähigkeit.
Lieferantenfreigabe
Formaler Vorgang, mit dem ein Lieferant - ggf. für ein bestimmtes Produkt, Werk und Prozess - als geeignet für die Serienbelieferung bestätigt wird.
Lieferantenmanagement
Systematische Auswahl, Qualifizierung, Überwachung und Entwicklung von Lieferanten zur Absicherung der eigenen Qualitäts-, Kosten- und Terminleistung.
Lieferantenreklamation
Formale Beanstandung eines Lieferanten, wenn gelieferte Teile, Materialien oder Leistungen die vereinbarten Anforderungen nicht erfüllen.

M

Managementbewertung
Regelmäßige, von der obersten Leitung durchgeführte Bewertung des Qualitätsmanagementsystems (QMS) auf Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit.
Maschinenfähigkeit
Kennzahl (Cm, Cmk), die zeigt, wie präzise eine Maschine unter kurzfristigen, konstanten Bedingungen innerhalb der Toleranz fertigt.
Maßnahmenmanagement
Systematisches Planen, Verfolgen, Umsetzen und Wirksamprüfen von Maßnahmen aus Audits, Reklamationen, Risikobewertungen oder Kennzahlenabweichungen.
Median
Der Median (Zentralwert) ist der Wert, der eine sortierte Datenreihe in zwei gleich große Hälften teilt.
Messmittelmanagement
Gesamtheit aller Maßnahmen zur Beschaffung, Kennzeichnung, Kalibrierung, Überwachung und Aussonderung von Messmitteln über deren Lebenszyklus.
Messtechnik
Messtechnik erfasst Merkmale eines Objekts mit geeigneten Verfahren und Geräten und drückt sie als vergleichbaren Zahlenwert aus.
Messunsicherheit
Wertebereich, in dem der wahre Wert einer Messgröße mit angegebener Wahrscheinlichkeit liegt.
Mittelwert
Der Mittelwert (arithmetisches Mittel, x̄) ist die Summe aller Messwerte einer Stichprobe geteilt durch deren Anzahl.
MSA
Die Messsystemanalyse (MSA) prüft statistisch, ob die Streuung eines Messergebnisses überwiegend vom echten Bauteilmerkmal stammt oder vom Messsystem selbst - Messmittel, Prüfer, Methode, Umgebung.

N

Nacharbeit
Gezielte, dokumentierte Nachbearbeitung eines fehlerhaften Produkts, um es vollständig konform zu machen.
Nacharbeitsquote
Anteil produzierter Einheiten, die nach Fertigung oder Prüfung nachbearbeitet werden müssen, bevor sie weiterverwendet werden können.
Nicht-normalverteilte Daten
Messwerte, deren Häufigkeitsverteilung nicht der symmetrischen Glockenform der Normalverteilung folgt, sondern schief, mehrgipflig oder gestutzt ist.
Normalverteilung
Mathematisches Modell für die Häufigkeitsverteilung eines streuenden Merkmals als symmetrische Glockenkurve, beschrieben durch Mittelwert μ und Standardabweichung σ.
Null-Fehler-Prinzip
Denkhaltung, die Fehler nicht als unvermeidbar hinnimmt, sondern als Ergebnis vermeidbarer Schwächen im Prozess.

O

OEE
OEE (Overall Equipment Effectiveness - Gesamtanlageneffektivität) verdichtet Verfügbarkeit, Leistung und Qualität einer Anlage zu einer Kennzahl.

P

Pareto-Analyse
Grafisch-statistische Methode zur Priorisierung von Fehlerursachen, Reklamationen oder Kosten nach dem 80/20-Prinzip (Pareto-Prinzip).
PDCA
PDCA (Plan-Do-Check-Act - Planen, Umsetzen, Prüfen, Handeln), auch Demingkreis genannt, ist ein vierstufiger Regelkreis zur systematischen, wiederholbaren Verbesserung von Prozessen und Produkten.
Poka Yoke
Poka Yoke (japanisch für „unbeabsichtigte Fehler vermeiden") sind technische oder organisatorische Vorrichtungen, die Fehler entweder unmöglich machen oder sofort erkennen, bevor ein fehlerhaftes Teil weiterläuft.
Pp
Pp (Process Performance - Prozessleistung) setzt die Toleranzbreite ins Verhältnis zur tatsächlichen Gesamtstreuung eines Prozesses über einen längeren Zeitraum.
PPAP
Der Production Part Approval Process (PPAP) - Produktionsteil-Freigabeverfahren - ist ein standardisiertes Nachweispaket, mit dem der Lieferant dem Kunden die Serienfähigkeit von Produkt und Prozess belegt.
PPF
Die Produktions-Prozess- und Produkt-Freigabe (PPF) ist das VDA-Verfahren (Verband der Automobilindustrie), mit dem ein Lieferant vor Serienstart nachweist, dass Produkt und Herstellprozess unter realen Serienbedingungen konform sind.
Ppk
Prozessleistungsindex (Process Performance) auf Basis der Gesamtstreuung (Langzeit- bzw. vorläufige Prozessfähigkeit).
PPM
PPM ("Parts Per Million", Teile pro Million) drückt Fehlerquoten als Anzahl fehlerhafter Teile je einer Million gelieferter oder gefertigter Teile aus.
PPM (Kennzahl)
PPM (Parts per Million) zählt fehlerhafte Einheiten je einer Million geprüfter oder gelieferter Teile.
Predictive Quality
Vorhersage von Qualitätsabweichungen aus Prozess- und Maschinendaten mittels Statistik und maschinellem Lernen.
Problemlösungsprozess
Strukturiertes, methodisches Vorgehen, um Abweichungen und Reklamationen systematisch zu erfassen, deren Ursache zu ermitteln und wirksam abzustellen.
Produktaudit
Stichprobenartige, unabhängige Prüfung eines fertigen Produkts gegen Kundenanforderungen, Spezifikation und gesetzliche Vorgaben - aus Kundensicht.
Produktsicherheit
Eigenschaft eines Produkts, bei bestimmungsgemäßer oder vorhersehbarer Nutzung keine unvertretbaren Risiken für Gesundheit, Leben, Sachwerte oder Umwelt zu verursachen.
Projektqualitätsplanung
Systematische, vorausschauende Festlegung aller Qualitätsziele, -aktivitäten, -verantwortlichkeiten und -ressourcen für ein konkretes Projekt.
Prozess-FMEA
Strukturierte, vorbeugende Risikoanalyse von Fertigungs- und Montageprozessen durch ein interdisziplinäres Team.
Prozessaudit
Systematische, unabhängige Prüfung, ob ein einzelner betrieblicher Prozess so gestaltet und betrieben wird, dass er die festgelegten Anforderungen zuverlässig erfüllt.
Prozessbeherrschung
Ein Prozess ist beherrscht, wenn er nur durch zufällige, systemimmanente Streuung (Common Cause) beeinflusst wird - frei von erkennbaren Sonderursachen (Special Cause).
Prozessfähigkeit
Statistischer Nachweis, ob ein Prozess ein Merkmal dauerhaft innerhalb der Toleranzgrenzen erzeugt, ausgedrückt über Fähigkeitsindizes wie Cp und Cpk.
Prozessoptimierung
Systematische, kontinuierliche Verbesserung bestehender Prozesse hinsichtlich Qualität, Zeit und Kosten.
Prozessorientierung
Sichtweise, ein Unternehmen als Netz zusammenhängender Prozesse (Input → Tätigkeit → Output für den Kunden) statt als Ansammlung getrennter Abteilungen zu verstehen.
Prozessstabilität
Ein Prozess ist stabil, wenn seine Streuung nur auf zufälligen, dem Prozess innewohnenden Ursachen beruht und über die Zeit statistisch vorhersagbar ist.
Prüfmerkmale
Festgelegte, prüfbare Eigenschaften eines Produkts oder Prozesses mit Sollwerten und Toleranzen, abgeleitet aus Zeichnung, Norm oder Kundenanforderung.
Prüfmittelfähigkeit
Nachweis, dass ein Prüfmittel ein Merkmal mit ausreichender Genauigkeit und Wiederholpräzision im Verhältnis zur Toleranz erfassen kann.
Prüfmittelüberwachung
Systematische Verwaltung, Kalibrierung und Überwachung aller Prüf- und Messmittel eines Betriebs.
Prüfplanung
Systematische Festlegung, was, wann, wie, womit, in welchem Umfang und von wem an einem Produkt oder Prozess geprüft wird.

Q

QMS-Software
IT-Anwendung, die QM-Prozesse - Dokumentenlenkung, Audits, Reklamationen, Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen (CAPA), Risikomanagement, Schulungsnachweise - digital abbildet und verknüpft.
Qualität
Qualität ist nach ISO 9000 der Erfüllungsgrad, mit dem ein Produkt, ein Prozess oder eine Dienstleistung festgelegte oder vorausgesetzte Anforderungen erfüllt.
Qualitätsbewusstsein
Innere Haltung und Verhalten, Qualität als eigene Aufgabe aller Mitarbeitenden zu verstehen statt als Zuständigkeit einer Abteilung.
Qualitätsführung
Qualitätsführung ist das Führungsverhalten, das Qualitätsziele vorlebt, einfordert und im Tagesgeschäft verankert.
Qualitätskennzahlen
Messbare Größen, die Prozess- und Prüfdaten zu belastbaren Aussagen wie Fehlerquote, Erstausbeute oder Reklamationskosten verdichten.
Qualitätskontrolle
Qualitätskontrolle stellt fest, ob ein Merkmal die vorgegebene Anforderung erfüllt - Entscheidung in Ordnung (i. O.) oder nicht in Ordnung (n. i. O.).
Qualitätskosten
Qualitätskosten sind alle Kosten der Qualitätssicherung (Verhütung, Prüfung) plus alle Kosten mangelnder Qualität (interne, externe Fehler).
Qualitätskultur
Qualitätskultur ist die Gesamtheit der gelebten Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen einer Organisation im Umgang mit Qualität - sichtbar im Alltag, nicht im Handbuch.
Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement (QM) umfasst alle abgestimmten Tätigkeiten, mit denen ein Unternehmen Qualität plant, lenkt, sichert und verbessert.
Qualitätsmanagementsystem
Ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) ist die Gesamtheit aufeinander abgestimmter Elemente - Organisation, Verantwortlichkeiten, Prozesse, Ressourcen -, mit denen ein Unternehmen seine Qualitätspolitik und Qualitätsziele festlegt und erreicht.
Qualitätsorganisation
Die Qualitätsorganisation regelt Rollen, Verantwortung, Befugnisse und Schnittstellen für Qualität im Unternehmen.
Qualitätsplanung
Qualitätsplanung ist die vorausschauende Festlegung von Anforderungen, Merkmalen, Ressourcen und Prüfvorgaben vor Beginn der Fertigung.
Qualitätsprüfung
Vergleich eines ermittelten Ist-Wertes mit einem vorgegebenen Soll-Wert zur Feststellung der Anforderungserfüllung.
Qualitätsregelkreis
Fortlaufendes Messen, Vergleichen mit dem Soll und Eingreifen bei Abweichung, um einen Prozess stabil zu halten.
Qualitätssicherung
Qualitätssicherung (QS) liefert die Nachweise, dass Produkt, Prozess oder System vereinbarte Anforderungen erfüllen.
Qualitätsverbesserung
Systematische, dauerhafte Erhöhung der Fähigkeit von Prozessen und Produkten, Anforderungen zu erfüllen.
Qualitätsvereinbarung
Vertragliche Vereinbarung zwischen Kunde und Lieferant, die qualitätsbezogene Anforderungen, Zuständigkeiten und Verfahren verbindlich festlegt.
Qualitätsziele
Messbare, aus der Qualitätspolitik abgeleitete Vorgaben, die den Beitrag der Qualität zum Unternehmenserfolg in einem festgelegten Zeitraum konkretisieren.

R

Regelkarte
Die Regelkarte (Kontroll- oder Shewhart-Karte) stellt Messwerte eines Prozesses fortlaufend über die Zeit dar und markiert statistisch berechnete Eingriffsgrenzen.
Regression
Statistisches Verfahren, das den Zusammenhang zwischen einer Zielgröße und einer oder mehreren Einflussgrößen als mathematisches Modell (z. B. Gerade) beschreibt.
Reifegradabsicherung
Methodisches Vorgehen, mit dem der Entwicklungsfortschritt ("Reifegrad") eines Produkts oder Prozesses entlang des Produktentstehungsprozesses (PEP) geplant, überwacht und mit Nachweisen belegt wird.
Reklamationsmanagement
Systematischer Prozess zur Erfassung, Bewertung, Ursachenanalyse und dauerhaften Abstellung von Kundenbeanstandungen.
Reklamationsquote
Anteil berechtigter Kundenreklamationen an der Gesamtliefermenge in einem Zeitraum.
Requalifikationsprüfung
Turnusmäßige, vollständige Prüfung eines Serienprodukts gegen alle in Zeichnung und Spezifikation geforderten Merkmale.
Risikobasiertes Denken
Grundhaltung, Chancen und Risiken bereits bei der Planung von Prozessen, Produkten und Entscheidungen systematisch zu berücksichtigen - statt nur auf eingetretene Fehler zu reagieren.
Rolle des Auditors
Der Auditor prüft unabhängig und systematisch, ob ein Prozess oder Managementsystem festgelegte Kriterien erfüllt, und dokumentiert die Ergebnisse als objektive Nachweise.
Rolle des Qualitätsingenieurs
Technisch-methodische Fachkraft im Qualitätsmanagement (QM), die Qualität aktiv in Produkt und Prozess hineinplant, statt sie nur nachträglich zu prüfen.
Rolle des Qualitätsmanagers
Der Qualitätsmanager verantwortet Aufbau, Pflege und Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems (QMS).
Rückführbarkeit
Rückführbarkeit ist die durchgehende, dokumentierte Kalibrierkette eines Messwerts bis zum nationalen Normal, mit angegebener Messunsicherheit auf jeder Stufe.
Run at Rate
Nachweisverfahren, dass eine Fertigungslinie das vereinbarte Produktionsvolumen bei geforderter Taktzeit über einen definierten Zeitraum unter realen Serienbedingungen stabil und qualitätsgerecht erzeugt.

S

Safe Launch
Zeitlich befristetes Maßnahmenpaket zur intensivierten Überwachung eines Produkts/Prozesses im Serienanlauf.
Schulung und Qualifikation
Geplante Maßnahmen, die sicherstellen und dokumentieren, dass Mitarbeitende Wissen, Fertigkeiten und Erfahrung für ihre Aufgabe besitzen.
Serienfreigabe
Formale Bestätigung, dass Produkt und Serienprozess die vereinbarten Anforderungen erfüllen und beliefert werden darf.
Shopfloor Management
Shopfloor Management (SFM) ist Führung direkt am Ort der Wertschöpfung mit visualisierten Kennzahlen und kurzer Regelkommunikation.
Six Sigma
Statistisch fundierte Methodik zur systematischen Reduzierung von Prozessstreuung und Fehlern.
Sofortmaßnahmen
Sofortmaßnahmen sind kurzfristige Handlungen unmittelbar nach Bekanntwerden eines Qualitätsproblems, die den Kunden vor weiteren fehlerhaften Teilen schützen - ohne die Ursache zu beseitigen.
Sonderfreigabe
Die Sonderfreigabe (englisch Concession) ist die schriftliche, zeitlich und mengenmäßig befristete Genehmigung des Kunden, ein Produkt trotz Abweichung von der Spezifikation zu liefern oder zu verwenden.
Spannweite
Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten Wert einer Stichprobe.
SPC
SPC (Statistical Process Control - Statistische Prozessregelung) überwacht Prozesse laufend mit statistischen Regelkarten und unterscheidet zufällige von besonderer Streuung.
Spezifikationsgrenzen
Obere (Upper Specification Limit, USL) und untere Spezifikationsgrenze (Lower Specification Limit, LSL) legen fest, zwischen welchen Werten ein Merkmal als konform gilt.
Standardabweichung
Streuungsmaß, das die mittlere Abweichung einzelner Messwerte vom arithmetischen Mittelwert angibt.
Standardarbeit
Standardarbeit (Standardized Work) ist die aktuell beste dokumentierte Art, eine Tätigkeit mit festgelegter Reihenfolge, Taktzeit und Standardbestand auszuführen.
Stichprobe
Eine Stichprobe ist eine nach festen Regeln aus einer Grundgesamtheit gezogene Teilmenge, deren Prüfergebnis stellvertretend für das gesamte Los steht.
Streudiagramm
Grafik, die Wertepaare zweier Merkmale als Punktwolke darstellt und so einen möglichen Zusammenhang sichtbar macht.
Supplier Quality Assurance
Supplier Quality Assurance (SQA, Lieferantenqualitätssicherung) sichert systematisch die Qualität zugekaufter Teile, Materialien und Dienstleistungen über die gesamte Lieferbeziehung.
Supplier Quality Engineer
Der Supplier Quality Engineer (SQE) ist die Rolle im Qualitätsmanagement, die Qualitätsfähigkeit von Lieferanten bewertet, entwickelt und überwacht.
Systemaudit
Systematische, unabhängige Prüfung, ob das gesamte Qualitätsmanagementsystem (QMS) einer Organisation die Normanforderungen erfüllt und wirksam umgesetzt ist.

T

TPM
Total Productive Maintenance (TPM, umfassende produktive Instandhaltung) ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem Produktion und Instandhaltung gemeinsam die Anlageneffizienz sichern.
Traceability
Traceability (Rückverfolgbarkeit) ist die Fähigkeit, Herkunft, Prozessverlauf und Verbleib eines Produkts oder einer Charge lückenlos nachzuvollziehen - vorwärts vom Rohstoff bis zur Auslieferung und rückwärts vom fertigen Produkt bis zum Ursprung.

U

Umgang mit Widerstand
Konstruktiver Umgang mit ablehnenden Reaktionen auf Veränderungen im QM-Umfeld - Ursachen verstehen statt Widerstand zu unterdrücken.
Ursachenanalyse
Systematischer Prozess (Root Cause Analysis, RCA), der so lange „Warum?" fragt, bis die tiefer liegende, abstellbare Ursache eines Fehlers gefunden ist.

V

Varianz
Die Varianz ist die mittlere quadrierte Abweichung der Einzelwerte vom arithmetischen Mittelwert - ein statistisches Streuungsmaß.
VDA-Regelwerke
Schriftenreihe des Verbands der Automobilindustrie (VDA), die Anforderungen der International Automotive Task Force (IATF) 16949 in praxisnahe, auditierbare Methodenbände übersetzt (u. a. VDA 2, VDA 6.3, VDA 6.5).
Verantwortlichkeiten
Verantwortlichkeiten legen fest, welche Person oder Rolle für eine qualitätsrelevante Aufgabe zuständig ist und für deren Ergebnis einsteht.
Verfahren 1
Verfahren 1 der Messsystemanalyse (MSA), auch „Type-1-Gage-Study" genannt, das Auflösung, systematische Abweichung (Bias) und Wiederholpräzision eines Messmittels prüft.
Verfahren 2
Verfahren 2 ist das Standardverfahren der Messsystemanalyse (MSA) zur Untersuchung von Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit eines Messsystems (Gage Repeatability and Reproducibility, Gage R&R) unter Beteiligung mehrerer Prüfer.
Verifizierung
Objektiver, dokumentierter Nachweis, dass ein Produkt, Prozess oder System festgelegte Anforderungen erfüllt.
Verschwendung
Verschwendung (japanisch Muda) ist jede Tätigkeit und jeder Ressourceneinsatz ohne Wertschöpfung für den Kunden.
Vorbeugemaßnahme
Eine Vorbeugemaßnahme (Preventive Action) beseitigt eine mögliche Fehlerursache, bevor ein Fehler auftritt.

W

Wareneingangsprüfung
Prüfung angelieferter Teile, Materialien oder Baugruppen auf Identität, Menge und Merkmale, bevor sie eingelagert oder freigegeben werden.
Wertstromanalyse
Lean-Methode (Value Stream Mapping, VSM), die den Material- und Informationsfluss einer Produktfamilie vom Rohmaterial bis zum Kunden vollständig erfasst.
Wirksamkeitsprüfung
Nachweis mit belastbaren Daten, dass eine Korrekturmaßnahme das ursprüngliche Problem dauerhaft beseitigt hat.

Z

Zukunft des Qualitätsingenieurs
Wandel des Berufsbilds vom Prüfer und Dokumentenverwalter zum daten- und risikogetriebenen Prozessgestalter.